Kroa­tien ist eines der belieb­testen Urlaubs­länder der Öster­rei­cher. Doch vor Ort gilt es einiges zu beachten, wenn man Probleme und Strafen vermeiden will. Damit der Urlaub erholsam wird, hat die ÖAMTC Touristik die wich­tigsten Tipps für Auto­fahrer gesam­melt.

Verwaltungsstrafen nicht ignorieren!

„Grund­sätz­lich sollten die Urlauber nach­voll­zieh­bare Verwal­tungs­strafen aus Kroa­tien möglichst vor Ort bezahlen. Eine Strafe ab 70 Euro ist auch in Öster­reich voll­streckbar, wobei dann die Verfah­rens­kosten noch dazu­ge­rechnet werden“, erklärt ÖAMTC-Touris­ti­kerin Dagmar Riedl und warnt: „Straf­zettel aus Kroa­tien sollten auf keinen Fall einfach wegge­worfen werden.“ Bei Unklar­heiten kann man Kontakt mit der ÖAMTC-Rechts­be­ra­tung aufnehmen.

Parktickets aufbewahren!

Den ÖAMTC errei­chen derzeit vermehrt Anfragen von Mitglie­dern, die Jahre nach ihrem Kroa­tien-Urlaub ein Forde­rungs­schreiben wegen angeb­lich nicht bezahlter Park­ge­bühren erhalten haben, berichtet Riedl: „Wir raten daher drin­gend, sich schon vorab genau über die jewei­ligen Park­vor­schriften zu erkun­digen und gelöste Parkti­ckets fünf Jahre als Beweis aufzu­be­wahren“.

Nicht zu schnell fahren!

Über­höhte Geschwin­dig­keit hat in Kroa­tien teils hohe Strafen zur Folge. „Wer die erlaubte Höchst­ge­schwin­dig­keit um 20 km/​h über­schreitet, muss ab 65 Euro zahlen. Bei mehr als 50 km/​h sind es sogar mindes­tens 660 Euro. Lenker unter 24 Jahren sollten beson­ders aufpassen: Sie müssen grund­sätz­lich auf allen Straßen 10 km/​h lang­samer fahren als die anderen“, weiß die ÖAMTC-Expertin.

Auf gültiges „Pickerl“ achten!

In Öster­reich gilt eine Tole­ranz­frist für eine abge­lau­fene §57a-Begut­ach­tungs­pla­kette am Auto. Wer mit einem abge­lau­fenen „Pickerl“ in diesem Zeit­raum in Kroa­tien unter­wegs ist, muss aller­dings mit Probleme rechnen. „Unsere Mitglieder berichten immer wieder, dass sie deshalb zur Zahlung einer Strafe aufge­for­dert wurden“, so Riedl: „Auf Nummer sicher geht man daher, wenn das Pickerl noch bis zur Rück­reise gültig ist.“

„Grüne Karte“ mitnehmen!

Eigent­lich ist die Mitnahme der „Grünen Karte“ bei Reisen inner­halb Europas nicht zwin­gend erfor­der­lich. Die Praxis zeigt jedoch, dass sie bei Kontrollen immer wieder verlangt wird. „Bei Reisen nach Dubrovnik führt die Strecke für einige Kilo­meter durch Bosnien-Herze­go­wina. Dort ist die Grüne Karte in jedem Fall verpflich­tend“, gibt die ÖAMTC-Expertin zu bedenken.

Kein rotes Kennzeichen verwenden!

Trans­por­tiert man seine Fahr­räder auf dem Heck­träger des Autos, sollte man entweder ein Modell verwenden, welches das Kenn­zei­chen nicht verdeckt oder das „normale“ weiße Kenn­zei­chen umste­cken. Die in Öster­reich übliche rote Kenn­zei­chen­tafel ist in Kroa­tien zwar offi­ziell aner­kannt, viele Poli­zisten kennen sie aller­dings (noch) nicht.

Keine Trüffel ausführen!

Kroa­tien ist bekannt für seine hervor­ra­genden Trüffel. „Wer lose, unver­ar­bei­tete Trüffel ausführt, riskiert aber eine Strafe“, weiß Dagmar Riedl: „Man benö­tigt dafür unbe­dingt eine offi­zi­elle Ausfuhr­ge­neh­mi­gung des kroa­ti­schen Umwelt­mi­nis­te­riums“. Diese Rege­lung war vor allem wegen der zahl­rei­chen „Trüffel-Touristen“ aus Italien notwendig, gilt aber natür­lich auch für Bürger aller anderen Länder.

Maut nicht mit Kleingeld bezahlen!

Wenn Urlauber an den Maut­sta­tionen ihre rest­li­chen Kuna loswerden möchten, hat das oftmals Staus zur Folge. Um Warte­zeiten zu vermeiden, empfiehlt es sich, zur Bezah­lung der Maut die Kredit- oder Banko­mat­karte bereit­zu­halten – so kann man auf andere Bezahl­spuren auswei­chen.

Weitere Infor­ma­tionen für den Urlaub in Kroa­tien wie etwa die Tempo­li­mits, notwen­dige Doku­mente und Notruf­num­mern sind online in der Länder-Info des ÖAMTC zu finden. Als Unter­stüt­zung für die Reise­pla­nung und die Anreise bündelt der Club zudem sämt­liche Infos – wie beispiels­weise Warte­zeiten an den Grenzen und aktu­elle Verkehrs­nach­richten – in seinem Urlaubs­ser­vice.