2017 entpuppt sich als Fernreisejahr. Auch im Hochsommer. Laut aktuellen Daten von Ruefa wollen heuer 29 Prozent der Österreicher in die Ferne – ein Zuwachs von fünf Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahr.

Für das erste Quartal 2017 verzeichnet Ruefa bei den Fernreisen ein Umsatzplus von rund 10 Prozent im Vergleich zu 2016. Dieser Trend setzt sich auch bei den Sommerbuchungen fort. Das hat einerseits mit dem gestiegenen Urlaubsbudget zu tun, andererseits damit, dass sichere Fernziele als Alternative zu den Mittelmeerländern gebucht werden, berichtet Helga Freund aus dem Verkehrsbüro-Vorstand.

Helga Freund (c) Verkehrsbüro Group

„Die beliebtesten Ausweichdestinationen für bisherige Türkei-Urlauber liegen zwar mit Griechenland, Spanien, Kroatien und Italien nach wie vor am Mittelmeer – und die Österreicher haben auch noch Bedenken wegen der Sicherheit. Doch gerade hier können Destinationen wie Thailand punkten. Der Sommer 2017 ist daher zu einer absoluten Fernreisezeit geworden“, so Freund.

Dabei helfen natürlich auch die besonders günstigen Fernreiseangebote, die Aufenthalten in Spitzenhotels in Spanien preislich durchaus nahe kommen. Zehn bis zwölf Tage inklusive Frühstück sind zum Beispiel in Thailand bereits ab 1.000 Euro zu haben, in Sri Lanka ab 1.200 Euro und in Bali ab 1.600 Euro.

Jedenfalls legen heuer bei Ruefa fast alle Fernreiseziele zu – egal, ob ganzjährig betrachtet oder ausschließlich im Sommer: Die Buchungen für Thailand wachsen heuer im Sommer beispielsweise um 11,4 Prozent, bei den Vereinigten Arabischen Emiraten beträgt das Plus 41,5 Prozent, bei den Malediven 17,5 Prozent, bei Mauritius 13,7 Prozent, bei Sri Lanka 11,9 Prozent und bei Indonesien 39,3 Prozent.

Kuba (c) Ruefa / Harald Biebel / shotshop.com

Aber auch Destinationen, die bisher weniger beachtet wurden, profitieren vom Run auf Fernreisen. So wächst die Nachfrage für Kanada in diesem Sommer bei Ruefa um 49,6 Prozent, für die Seychellen um 51,5 Prozent, für Australien um 41,4 Prozent und auch für Japan um 22,1 Prozent.

Im Ranking der Top-Fernziele bleibt allerdings die USA die Nummer 1 mit einem Anteil von 5 Prozent an den Buchungen im Jahr 2017 – gefolgt von Thailand, den Vereinigten Arabischen Emiraten, der Dominikanischen Republik, den Malediven und Mauritius. Ein Renner 2017 ist auch Afrika: Der Kontinent liegt auf Rang 6.

Für die Türkei ist die Entwicklung hingegen weiterhin negativ: 2016 fiel der Umsatzanteil bei Ruefa um 60 Prozent und heuer geht es um weitere 63 Prozent bergab. Das einst so beliebte Land rangiert damit nur noch auf Platz 15 der meistgebuchten Urlaubsziele. Im Jahr 2016 war es noch Rang 6 und 2015 gar Rang 2. „Für die Türkei ist keine Erholung in Sicht. Im Gegenteil: Durch den Ausgang des Referendums weichen die Österreicher noch mehr auf andere Reiseziele aus“, so Ruefa-Geschäftsführer Walter Krahl.

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