Die amerikanische Reederei AmaWaterways baut das größte Flusskreuzfahrtschiff auf der Donau. Es soll bereits 2019 zu seiner ersten Reise ablegen und fast alles an Spielraum ausschöpfen, was die Breite der Schleusen entlang es Stroms erlaubt.

Die neue „AmaMagna“ wird zwar gleich lang und gleich hoch ausfallen wie die aktuellen Flussschiffe auf der Donau und auch den gleichen Tiefgang aufweisen, aber mit 22 Metern doppelt so breit sein.

Modell der neuen AmaMagna (c) AmaWaterways

Trotzdem bleibt die Kapazität des Schiffs mit maximal 194 Passagieren überschaubar, denn der zusätzliche Raum an Bord wird vor allem für größere öffentliche Bereiche und deutlich größere Kabinen genutzt, wie sie derzeit nur auf den Hochseeschiffen möglich sind – die meisten von ihnen mit gut 28 Quadratmetern Fläche.

Laut Rudi Schreiner, Miteigentümer und President von AmaWaterways, wird das Schiff über einen beheizten Pool, einen Jacuzzi und eine Bar auf dem Sonnendeck, gleich mehrere Restaurants sowie ein Spa und ein großes Fitness-Center verfügen. Der Lift soll bis auf das oberste Deck führen und es wird auch die Möglichkeit geben, im Freien zu speisen.

Dazu kommt eine Wassersport-Plattform, die zum Beispiel für Zodiacs und Kanus genutzt werden kann. Außerdem wird die „AmaMagna“ über einen Hybrid-Antrieb mit Diesel- und Elektromotoren verfügen. Dadurch will AmaWaterways beim Treibstoff 20 bis 25 Prozent einsparen und den Maschinenlärm an Bord deutlich reduzieren.

(c) AmaWaterways

Die Bauarbeiten haben am 6. März 2017 in der Vahali Werft in Belgrad begonnen. Nach der Fertigstellung des Schiffskörpers wird der gesamte Neubau nach Holland übersiedeln, wo die Innenausstattung erfolgt. Weil das Schiff viel zu groß für den Rhein-Main-Donau-Kanal ist, wird es mit einem Frachter über das Schwarze Meer, das Mittelmeer und den Atlantik transportiert – und auf diesem Weg dann auch auf die Donau zurückkehren.

Die „AmaMagna“ wird das zweite neue Flussschiff sein, das AmaWaterways im Jahr 2019 in Europa in Dienst stellt. Das erste – die „AmaMora“ – wird auf dem Rhein eingesetzt und ein Schwesterschiff der „AmaKristina“ sein, die erst vergangene Woche in Deutschland getauft wurde. Zudem plant die Reederei für 2019 drei weitere neue Schiffe für den Douro in Portugal, den Irrawaddy in Myanmar und den Ganges in Indien. Derzeit umfasst die Flotte 20 Schiffe.

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