Nachdem der Hur­rikan „Kat­rina“ 2005 große Teile von New Orleans ver­wüstet hatte, war zu befürchten, dass die Stadt im Süden der USA für immer von der tou­ris­ti­schen Land­karte ver­schwinden würde. Doch sie hat sich von der bei­spiel­losen Kata­strophe erholt und lockt inzwi­schen fast so viele Besu­cher an wie vor „Kat­rina“.

Der Tou­rismus in New Orleans wächst zwar erst wieder seit 2009, aber dafür rasant: Kamen nach dem Hur­rikan ledig­lich 3,7 Mil­lionen Tou­risten in die Stadt, so waren es 2016 bereits 10,45 Mil­lionen – und damit so viele wie zuletzt im Jahr 2004. Sie gaben vor Ort ins­ge­samt stolze 7,41 Mil­li­arden US-Dollar aus, was einem Anstieg von 5,1 Pro­zent im Ver­gleich zum Vor­jahr ent­spricht.

New Orleans (c) NOLA /​ Zack Smith Pho­to­graphy

Wer ein Hotel in New Orleans gebucht hatte, blieb laut einer aktu­ellen Studie der Uni­ver­sity of New Orleans durch­schnitt­lich vier Nächte in der Stadt und gab dafür 1.033 US-Dollar aus. Zusätz­lich blieben 231 US-Dollar pro Tag für Restau­rants, Attrak­tionen, Shop­ping und Fes­ti­vals in der Stadt.

Dass die Air­lines auf den neuen Boom reagieren, ist nur logisch: Mit Bri­tish Air­ways und Condor bieten seit dem Früh­jahr gleich zwei Flug­ge­sell­schaften neue Non­stop­flüge aus Europa an. Condor fliegt dabei von Mai bis Oktober 2017 zweimal pro Woche – immer am Mitt­woch und Sonntag – mit einer Boeing 767–300 non­stop von Frank­furt an den Mis­sis­sippi.

Bri­tish Air­ways ist seit 27. März viermal pro Woche mit einer Boeing 787–900 „Dream­liner“ von London Heathrow nach New Orleans unter­wegs. Das Flug­zeug bietet 214 Pas­sa­gieren Platz in einer Drei-Klassen-Kon­fi­gu­ra­tion. Im Win­ter­flug­plan 2017/​18 soll die Fre­quenz sogar auf fünf Flüge pro Woche erhöht werden.

Um dem erhöhten Besu­cher­auf­kommen auch in Zukunft gerecht zu werden, wird der neue Ter­minal des Louis Arm­strong New Orleans Inter­na­tional Air­port, der sich der­zeit im Bau befindet, um fünf auf nun ins­ge­samt 35 neue Gates erwei­tert. Die Eröff­nung ist für Februar 2019 geplant.

New Orleans (c) NOLA /​ Zack Smith Pho­to­graphy
New Orleans (c) NOLA /​ Zack Smith Pho­to­graphy

 

 

 

 

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