Ägypten: Reisewarnung für Badeort Taba

Nach dem tödlichen Terroranschlag auf einen Reisebus am Sonntag hat das österreichische Außenministerium eine Reisewarnung für den ägyptischen Badeort Taba im Golf von Aqaba ausgesprochen.

Taba Heights / Ägypten (c) Olimar

Taba Heights / Ägypten (c) Olimar

Konkret wurde die bereits seit langem bestehende Reisewarnung für den Nordsinai nun auch auf Taba ausgedehnt – so wie es gleichzeitig auch das deutsche Auswärtige Amt getan hat.

Nicht davon betroffen ist der Badeort Sharm El Sheikh. Hier sieht das Außenministerium lediglich ein „erhöhtes Sicherheitsrisiko“ – und das gilt auch wie bisher für die Badeorte an der Westküste Ägyptens, wie etwa Hurghada oder Marsa Alam, für Nilkreuzfahrten zwischen Luxor und Assuan sowie für Fahrten auf dem Nasser-See bis Abu Simbel.

Dringend abgeraten wird hingegen von Ausflügen auf dem Sinai außerhalb von Sharm El Sheikh – einschließlich Fahrten nach Dahab, Nuwaiba oder ins Katherinenkloster – sowie generell vor Nachtfahrten. Für die Verbindungsstraße zwischen Sharm El Sheikh und Nuwaiba gilt sogar eine Reisewarnung für nächtliche Fahrten. Ausgenommen sind lediglich Flughafentransfers in Sharm El Sheikh.

„Für den Aufenthalt in Ägypten wird generell besondere Sensibilität hinsichtlich der Gepflogenheiten und der politisch gespannten Stimmung empfohlen. Besondere Umsicht gilt aufgrund zahlreicher Berichte über Belästigungen insbesondere für alleine reisende Frauen“, heißt es auf der Homepage des Außenministeriums. Für alle Aufenthalte in Tourismusorten in Ägypten wird weiters empfohlen, „den Sicherheitshinweisen der Hotels bzw. Reiseveranstalter Folge zu leisten und beim Transit von und zu den Flughäfen einen möglichst direkten Weg zu wählen“.

Eine Reisewarnung gilt übrigens auch für die Sahara-Gebiete abseits der Oasenkette Siwa-Bahariya-Farafra-Dakhla-Kharga. In allen übrigen Landesteilen Ägyptens besteht ein „hohes Sicherheitsrisiko“. Die am 27. Jänner 2014 ausgerufene Reisewarnung für Kairo und andere Großstädte wurde inzwischen wieder zurückgenommen.

17. Februar 2014